Wie erkenne ich Energieblockaden bei meinem Kind und welche Auswirkungen können sie haben?

Mutter und Tochter machen Yoga und man sieht ihr Energiesystem

Ich weiß, Energieblockaden und Kinder – diese beiden Worte passen nüchtern betrachtet einfach nicht zusammen. Kinder haben im Allgemeinen immer viel mehr Energie und Antrieb als wir Erwachsenen. Nichtsdestotrotz haben auch Kinder manchmal ihre Probleme, ein gut funktionierendes Energiesystem aufrechtzuerhalten.

Spezialfall Energiesystem der Kinder

Fakt ist: Menschenskinder sind in den ersten Jahren nicht selbstständig überlebensfähig. Das hat große Auswirkungen auf unser Zusammenleben. Kinder sind jahrelang auf unsere Aufmerksamkeit und Fürsorge angewiesen. Sie entwickeln auch erst mit ca. 7-8 Jahren ihr eigenes Energiesystem. Das heißt, bis zu diesem Zeitpunkt übernehmen sie sehr viel aus der Energie der Erwachsenen, mit denen sie die meiste Zeit verbringen. Sie nehmen alles wie ein Schwamm auf – also auch das, was wir unbewusst aussenden. So können auch unausgesprochene Familiengeheimnisse, längst unterdrückte traumatische Erfahrungen und sonstige unerwünschte Informationen praktisch ungefiltert bei einem Kind ankommen. 

Kinder spüren mehr, als man denkt

Viele Informationen bleiben auch beim Kind im Unbewussten oder ploppen von Zeit zu Zeit als vages Gefühl hervor, das häufig nicht ganz eingeordnet werden kann. Ich denke da beispielsweise an zahlreiche Erzählungen von adoptierten Kindern, die trotz angenehmer Kindheit und trotz Geheimhaltung der Adoption ständig das Gefühl hatten, etwas stimme nicht. Erst im Erwachsenenalter oder zum Zeitpunkt des «Outings» der Eltern wurde ihnen klar, was dieses unspezifische Gefühl schon immer ausdrücken versuchte. So können auch andere, mehr oder weniger dunkle Geheimnisse in den Kindern verwirrende Gefühle und auch energetisch instabile Situationen hervorrufen.

Verdrängt ist nicht vergessen

Aus Sicht der Eltern betrachtet, ist es also ganz und gar nicht egal, welche Leichen man noch im Keller hat. Es spielt dabei keine Rolle, ob man sich derer noch bewusst ist oder nicht. Vor allem, wenn man etwas schon Jahre oder sogar Jahrzehnte vergessen hat, ist man nicht mehr in der Lage, die Auswirkung davon irgendwie zu kontrollieren. Hier heißt es aufpassen, was sich in den Kindern zeigt. 

junge mit brille

Wir werden durch die Kinder gespiegelt

Durch diese Tatsache, dass die Kinder das elterliche Energiesystem in den ersten Jahren kopieren, können Eltern sich selbst besser kennenlernen. Häufig gibt uns das Verhalten der Kinder leise Hinweise darauf, dass etwas in der Familie bearbeitet werden muss. Werden die Hinweise nicht wahrgenommen, werden sie im übertragenen Sinn lauter und in manchen Fällen sogar unüberhörbar.

Nutzen des "geliehenen" Energiesystems

Ich bin mir sicher: das «Spiegeln» des elterlichen Energiesystems auf die Kinder im jüngeren Alter erleichtert und beschleunigt enorm das Lernen. Wir haben so viel zu lernen in einem Menschenleben! Ich bin mir ebenfalls sicher, dass diese spätere Entwicklung des eigenen Systems auch mithilft, damit ein Kind in einer Familie akzeptiert und angenommen wird. So erkennen sich nämlich die Eltern in den eigenen Kindern wieder. Anders formuliert: Es wird also auch das Energiesystem teilweise «vererbt», um den Platz des Nachwuchses in der Familie zu gewährleisten.

Auswirkungen von übernommenen Störungen

Störungen im Energiesystem können Probleme in der Schule, im sozialen Umgang und vor allem auch in der Gesundheit auslösen. Ist ein Kind ständig krank, hat das oft nicht nur damit zu tun, dass es noch nicht alle Abwehrstoffe besitzt. Es kann auf Energieblockaden hinweisen, auch wenn das nicht so naheliegend ist.

Die Auswirkungen beim Kind können sehr vielfältig sein, je nachdem, an welcher Stelle die Energie nicht richtig im Fluss ist. Da das Energiesystem zusammenhängend arbeitet, kann so eine Störung im unteren Teil des Körpers sich trotzdem im oberen Teil, zum Beispiel der Konzentrationsfähigkeit, auswirken. Es lohnt sich also, hier sehr genau hinzuschauen und nicht zu schnelle Rückschlüsse zu ziehen.

Woran merkt man, dass man etwas unternehmen sollte?

Achtung: nicht bei allem, was ich hier erwähne, muss gleich etwas Unterdrücktes vermutet werden. Es gibt aber einige Dinge, die bei Kindern speziell gehäuft auftreten könnten. Wenn dann dazu noch medizinische Abklärungen keine Ursache finden können, sollte man eine energetisch bedingte Ursache in Erwägung ziehen. Mir ist es auch ein Anliegen, dass die Kinder nicht in eine Mühle geraten, aus der sie nicht mehr herauskommen, denn gehäufte Arztbesuche oder Besuche bei einem Therapeuten zeigen dem Kind ja immer wieder von neuem, dass etwas mit ihm nicht in Ordnung ist.

1. Körperliche Anzeichen

Grundsätzlich sind einige Symptome bekannt, die bei Kindern vermehrt auftreten, wenn sie mit etwas in ihrem Unterbewusstsein kämpfen. Wenn ein Kind immer wieder unerklärliche Bauchschmerzen oder Schlafprobleme hat, könnte dies ein Hinweis sein – vor allem, wenn dies über eine gewisse Zeit nicht bessert.

2. Anzeichen im Verhalten

Zudem gibt es auch psychische Anzeichen, die ich ebenfalls in diese Kategorie einordnen würde: unerwarteter wiederholter Rückzug des Kindes, unerklärliche und unkontrollierte Gefühlsausbrüche, Schreien in der Nacht… Die Liste könnte noch beliebig erweitert werden. Hier würde ich hellhörig werden, vor allem wenn es beim Elternteil gefühlsmäßig ebenfalls etwas auslöst.

Wenn es mich aus den Socken haut, weil mein Kind wütend wird, dann hat das auch mit mir etwas zu tun. Dann ist Handeln angesagt, das heißt: Ursache finden und etwas ändern.

pose imitierendes kind

Genauso würde ich genauere Abklärungen empfehlen, wenn sich unangenehme Verhaltensweisen oder Erkrankungen in der Familie bei mehreren Familienmitgliedern häufen. Wenn andere, zum Beispiel medizinische Abklärungen keine Ursache feststellen können, kann es gut sein, dass sich etwas im Energiesystem im Ungleichgewicht befindet, was wie oben erwähnt auch von Eltern auf ihre Kinder übertragen wird.

Was kann ich tun?

  • Erste-Hilfe-Maßnahmen für Kinder: tagsüber austoben, Bewegung. Alles, was der Erdung dient, also vor allem Bewegung ohne Hilfsmittel. Das gilt nicht nur als erste Hilfe, sondern sollte grundsätzlich ermöglicht werden. Ein Kind nicht bestrafen für etwas, wofür es nichts kann. Sei verständnisvoll und unterstützend. Wenn das nicht akzeptiert wird oder aus körperlichen Gründen nicht möglich ist, dann vielleicht ein «Gefühlsbild» malen. Etwas mit den Händen tun, zum Beispiel basteln. Im Garten werkeln.
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen für Eltern: möglichst bald Zeit für sich selbst reservieren und spazieren gehen oder meditieren, oder gleich beides zusammen. Selbstreflexion braucht Zeit und Ruhe. Manche Leute schreiben auch gerne ihre Gedanken auf und kommen so auf gewisse Punkte, die sie bearbeiten sollten. Falls man dann eine Erkenntnis hat: unbedingt merken, aber ohne Selbstvorwürfe! Sondern dankbar sein, dass man eine versteckte, verdrängte Erfahrung wieder ins Bewusstsein geholt hat. Das ist eine Leistung! Besonders die schmerzhaften Erfahrungen haben lehrreiche Elemente, die uns weiterbringen.
  • Später: Das Energiesystem checken. Man kann lernen, sein eigenes Energiesystem zu analysieren. Wer das nicht kann, holt sich am besten Hilfe von einer Person, die entsprechend wertvolle Tipps geben kann. Auf diese Weise lässt sich eine Strategie entwickeln, wie wir es als Erwachsene besser machen können. Es geht nicht darum, möglichst stark zu sein. Eher das Gegenteil ist der Fall: Erst das Eingeständnis von einer Schwäche bringt uns dazu, daraus eine Stärke zu entwickeln. Das ist ein Grundsatz, der für alle Altersklassen gilt.
  • Das Kind gut beobachten: Wann tritt die Reaktion auf? Ist es an einem bestimmten Ort? Ist eine bestimmte Körperstelle betroffen? Je einfühlsamer man dabei vorgehen kann, desto besser. Wenn man Hinweise gefunden hat: spielerischen Umgang mit den Umständen ausprobieren. Manchmal bekommt man so auch Hinweise auf die Ursache vom Kind selbst. Aber bitte nicht das Kind als Orakel benutzen 🙂
  • Wenn alle (Selbst-)Reflexion nichts zum Vorschein bringt: Hilfe holen! Denn Probleme, die man nicht sieht oder sehen will, werden davon nicht weniger. Diese so genannte Schattenarbeit kann man auf unterschiedliche Art durchführen. Ein Aura-Reading oder eine ähnliche Technik könnte hier die gewünschten Hinweise liefern. Such dir einen Menschen, dem du dich öffnen kannst, und mach dich auf die Reise. Du wirst für dich selbst und für dein Kind gleichzeitig etwas erreichen, wenn du dich nur traust.
  • Sei geduldig und vertrauensvoll. Auch diese Eigenschaften färben auf deine Kinder ab! Vielleicht hast du ja Lust, mit deinen Kindern gemeinsam Entspannungstechniken zu lernen?

Kurz & knapp:

Das Energiesystem kann unschöne Erinnerungen speichern und von Erwachsenen an ihre Kinder weitergegeben werden. Indem wir lernen, unsere Energiestaus aufzuspüren und aufzulösen, leisten wir einen wichtigen Beitrag für unsere nähere Umgebung und vor allem für die Entwicklung der Kinder. Energieblockaden bei Kindern können verschiedene Formen annehmen und erfordern ein gutes Gespür, um sie zu lösen.

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